Botox: Gegen die Feinde im Gesicht

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👨‍⚕️ Botox: Mehr als nur ein Faltenglätter…

Botulinumtoxin (obwohl Botox nur der Handelsname eines von mehreren Präparaten ist, werde ich in diesem Artikel im Weiteren nur diesen Namen verwenden) hat in den letzten Jahrzehnten in der Schönheitsbehandlung weite Verbreitung gefunden. Dies liegt in der einfachen Anwendbarkeit und der in erfahrenen Händen komplikationsarmen Anwendung.

 

Wie wirkt Botox?

Botox ist ein Eiweißkörper, der an der Verbindung zwischen Nerv und Muskel wirkt. An dieser Verbindungsstelle, der sogenannten motorischen Endplatte, wird das Signal von der Nervenfaser an die Muskelfaser weitergeleitet. Dazu setzt die Nervenfaser einen Botenstoff (Acetylcholin) frei, der dazu führt, dass die Muskelfaser sich zusammenzieht. Botox führt nun dazu, dass der Botenstoff von der Nervenfaser nicht freigesetzt werden kann. Er bleibt sozusagen im Nervenende eingeschlossen.

Wie schnell wirkt Botox?

Botox wird, nachdem es gespritzt wird, innerhalb einer Stunde in den Nervenenden aufgenommen. Die erste Wirkung ist aber erst nach etwa einem Tag gegeben, eine merkbare Wirkung nach etwa drei bis fünf Tagen. Die maximale sichtbare Wirkung ist nach 12 bis 15 Tagen erreicht.

„Viel Erfahrung erfordern Botox-Spritzen zur Faltenreduzierung, sonst kann es auch dort zu Komplikationen wie Lidschlussproblemen oder deformierten Gesichtszügen kommen. Wer also sein Äußeres mit chirurgischer Hilfe verändern will, sollte einen Facharzt für Ästhetisch-Plastische Chirurgie wählen, zu erkennen an der Facharzt-Ausbildung und einer Mitgliedschaft in der Fachgesellschaft,
z. B. Österreichische Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie.”

 

Wie lange wirkt Botox?

Botox verliert seine Wirkung einerseits dadurch, dass der Eiweißkörper abgebaut wird und so der Botenstoff wieder abgegeben werden kann, andererseits aber auch dadurch, dass sich neue Verbindungen zwischen Nervenfaser und Muskel ausbilden. Dies ist nach ungefähr drei bis fünf Monaten der Fall. Aller Erfahrung nach tritt der Wirkungsverlust nach mehrfacher Behandlung später auf. Botox kann auch gegen überschießende Schweißsekretion (z. B. bei Achseln, Handflächen) angewendet werden. Bei dieser Art der Anwendung hält die Wirkung deutlich länger, manchmal bis zu 18 Monaten an.

Wo kann Botox angewendet werden?

Die häufigste und bekannteste Anwendung für Botulinumtoxin ist die Behandlung von Gesichtsfalten. Insbesondere Stirnfalten und die sogenannten Zornesfalten oberhalb der Nasenwurzel, aber auch „Krähenfüßchen“ werden häufig und sehr effektiv mit Botox behandelt. Wenig bekannt ist, dass mit Botox auch eine Hebung der Augenbrauen und der Nasenspitze möglich ist.

Andere Anwendungsbereiche im Gesicht sind:
– Nasenfalten
– Mundfalten
– Kinnfalten
– Marionettenfalten (bekannt auch als „Merkelfalten“,
die sich von den Mundwinkeln zum Kinn hinunterziehen)

Behandelt werden können aber auch andere Areale:
– Muskelstränge am Hals
– übermäßige Schweißsekretion (Achseln, Handflächen, Fußsohlen)
– Fältchen im Dekolleteebereich
– Verkleinerung der Unterschenkelmuskulatur

Ein vielversprechendes Anwendungsgebiet ist auch der Ausfall des Kopfhaars bei Männern. Möglicherweise wird dieser durch ständige Muskelanspannung und damit Störung der Kopfhautdurchblutung bedingt. Durch Entspannung der Muskel mit Hilfe von Botox kann der Haarausfall gestoppt werden.

Nicht zuletzt wird Botox auch in der Therapie von Kopfschmerzen eingesetzt. Für manche Formen von Kopfschmerzen werden dauernde Muskelanspannungen verantwortlich gemacht. Durch Verhinderung dieser dauernden Muskelspannung durch Botox kann vielen Kopfschmerzpatienten geholfen werden.

Schließlich wird Botox auch zunehmend zur Behandlung chronischer Nervenschmerzen nach Operationen und Verletzungen (sogenannte Allodynie, CRPS) bei vielen Patienten mit Erfolg eingesetzt.


Sehen Sie hier das Leistungsspektrum von Herrn Prof. Koch…